Öffentliche
Gestaltungsberatung

Hein-Köllisch Platz 11
20539 Hamburg

info@gestaltungsberatung.de

040 - 410988742

Alltagsprobleme in der Wohnung, die schon immer mal angegangen werden wollten? Ne Idee, was im Viertel dringend angepackt werden sollte? Praktische Schwierigkeiten eine tolle Projektidee umzusetzen? Oder einfach nur Lust auf Tapetenwechsel? Komm zur Öffentlichen Gestaltungsberatung auf St. Pauli!

 

Wir sind junge DesignerInnen und StudentInnen der Hochschule für bildende Künste Hamburg und machen Experimentelles Design. Wir finden, dass Design allen zur Verfügung stehen sollte, weil es viel mehr ist als nur schicke Edel-Möbel zu entwerfen. Deshalb bieten wir eine kostenlose Beratung zu Fragen der Gestaltung im privaten und öffentlichen Raum an. Wir möchten gemeinsam mit Leuten aus der Nachbarschaft an Themen und Problemen arbeiten und zusammen machbare Lösungen finden. Das Angebot gilt für jeden, der sein Umfeld aktiv mitgestalten möchte. Gemeinsam Platz schaffen, organisieren, umgestalten, ausbauen, aufmotzten, gemütlich machen, bewerben und strukturieren in Wohnung, Laden, Straße, Stadtteil, Schule, Betrieb, Familie, Garten, Hof, Platz, Lokal und Keller. Dafür bieten wir gemeinsam mit der GWA St. Pauli und Park Fiction wieder eine wöchentliche Design-Sprechstunde an. Kommt vorbei!

 

Öffentliche Gestaltungberatung
Mittwochs 18 – 19 Uhr
Hein-Köllisch-Platz 11, 20359 Hamburg
info@gestaltungsberatung.org

 

Ausserdem: Wir freuen uns über weitere GestalterInnen aus dem Bereichen Design, Architektur, Kunst, Handwerk, Stadtplanung und so, die Lust und ein wenig Zeit haben bei der Öffentlichen Gestaltungsberatung ehrenamtlich mitzumachen. Meldet Euch!

 

Pressetext zur Wiedereröffnung Juni 2014
Download Presseinfo

 

Studio Experimentelles Design
HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg
www.design.hfbk-hamburg.de

 

GWA St. Pauli e.V.
Gemeinwesen-, Kultur- und Sozialarbeit, Hein-Köllisch-Platz 11 & 12, 20359 Hamburg
www.gwa-stpauli.de

 

Park Fiction Kollektiv
www.park-fiction.net

 

Die Öffentliche Gestaltungsberatung wird gefördert mit Mitteln aus dem Elbkulturfonds der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

logosd gesamt


Wer wird beraten? Alle die ihre Umgebung – im privaten oder öffentlichen Raum – umgestalten möchte, können vorbeikommen.

Wer berät? Designstudierende der Hochschule für bildende Kunst Hamburg sowie Studierende und auch hoffentlich zunehmend Profis aus den Feldern Architektur, Stadtplanung, Design und Kunst.

Wo und wann findet
die Beratung statt?
Die Räume der Öffentlichen Gestaltungsberatung befinden sich in der GWA St. Pauli am
Hein-Köllisch-Platz 11 in Hamburg St. Pauli. Dort sind wir jeden Mittwoch von 18 – 19 Uhr. Sobald die Zusammenarbeit begonnen hat, können auch individuelle Zeiten verabredet werden.

Womit kann man zur
Gestaltungsberatung kommen?
Eigentlich mit fast allem. Ein Thema, das euch beschäftigt, ein Problem, das euch stört oder interessiert, eine Idee, an der ihr gerne weiterarbeiten wollt. Neben den klassischen Themen Möblierung oder Raumgestaltung sind auch organisatorische und soziale Fragen gestalterische Themen. Wie organisiere ich ein Essen, wo können wir uns treffen, geht das billiger oder schneller, …Wenn es Fotos, Pläne, Skizzen oder anderes Material gibt, bringt diese gerne mit. Hauptsächlich aber solltet ihr Zeit zum Zusammenarbeiten, Offenheit und Lust auf gemeinsame Gestaltung mitbringen.

Wie läuft das ab? Ihr erzählt uns ausführlich um was es geht. Wir hören zu, schauen an, denken nach, schlagen vor und entwickeln gemeinsam mit euch ein Projekt.

Wie werden die Ergebnisse
umgesetzt?
Wir planen und entwerfen und verstehen uns nicht als Baufirma oder Handwerksbetrieb.
Je nach Projekt arbeiten wir natürlich gerne auch mal mit. Aber wie beim gemeinsamen Problemlösen ist Mitmachen und Selbermachen das Thema. Unnötig zu erwähnen, dass wir immer kostengünstig und praktisch an Themen herangehen. Manche Probleme lassen sich sogar ganz ohne Materialeinsatz lösen.

Was kostet das? Nichts. Die Beratung und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen wird ehrenamtlich und kostenlos angeboten.

Wie kann ich die ÖGB
noch erreichen?
Unter info@gestaltungsberatung.org können jederzeit Anfragen gestellt werden.

Wie ist die Öffentliche
Gestaltungsberatung entstanden?
Die Gestaltungsberatung wurde 2011 von Studierenden im Studio Experimentelles Design der HFBK Hamburg bei Professor Jesko Fezer gegründet. Junge DesignerInnen wollten sich außerhalb fiktiver Problemstellungen des Hochschulkontextes mit den gesellschaftlichen Realitäten auseinanderzusetzen und darin Verantwortung übernehmen. Natürlich wollen wir auch lernen was Design heute wirklich sein soll und kann und nicht zuletzt wollen wir natürlich die Welt verbessern.

Was ist Experimentelles
Design?
Wir haben nicht den Anspruch, die Probleme auf vordefinierte Design-Lösungen hin passgerecht auszulegen, sondern frei von disziplinären Beschränkungen über entwerferische Strategien nachzudenken, und ob solche überhaupt in Betracht kommen.

Wie finanziert sich die Öffentliche Gestaltungs-
beratung?
Neben der Unterstützung der HFBK www.hfbk-hamburg.de und der GWA St. Pauli www.gwa-stpauli.de, werden wir aktuell durch den Elbkulturfond www.hamburg.de/kulturbehoerde/elbkulturfonds/ gefördert.

Ist das das Social Design, von dem gerade viel gesprochen wird? Schwer zu sagen. Es gibt kein konkret definiertes gesellschaftsrelevantes Problem an dessen Lösung wir arbeiten, wie beispielsweise eine bessere Wasserversorgung oder Notunterkünfte. Andererseits natürlich schon, da die Themen die bearbeitet werden von Betroffenen kommen und was gibt es sozialeres als genau damit zu arbeiten. Auch der angestrebte Prozess des gemeinsamen Entwerfens und Umsetzens ist ein gesellschaftlicher Anspruch. Also: Ja!

Ist die öffentliche Gestaltungsberatung nicht Teil der Gentrifizierung? Hoffentlich nicht, denn wir finden Gentrifizierung doof. Der Anspruch der öffentlichen Gestaltungsberatung ist in diese städtischen Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse kritisch zu intervenieren. Die Gestaltungsberatung möchte Hilfestellung für praktisches, selbsttätiges Handeln leisten und über eine Auseinandersetzung mit Fragen der Gestaltung die Entwicklung kollektiver Ansprüche und alternativer Vorstellungen des Städtischen anregen. Design kann mehr sein als ein Differenzierungsmerkmal im Städtewettbewerb, als ein Mittel individueller Statusbestimmung, als ein Bestandteil der Kennzeichnungsstrategien aufgewerteter Stadtteile, als ein Werkzeug zur Artikulation spezifischer Lebensmilieus. Die Öffentliche Gestaltungsberatung möchte die Werkzeuge und das Wissen des Designs anbieten, um in einen kooperativen Prozess Probleme zu entwickeln und Lösungsstrategien zu untersuchen – im besten Falle auch gegen Aufwertung und Verdrängung.

Kann ich als Gestalter bei euch mitmachen und selber beraten? Unbedingt! Wir freuen uns über jeden der (professionell) gestalterisch tätig ist und Lust hat, uns bei der Gestaltungsberatung ehrenamtlich zu unterstützen.


1

Alle Themen können aufgeworfen, erörtert und zum Gegenstand von Design-Prozessen werden.

Any issue or problem can be raised and discussed, an can become object of a design process.

2

Wir arbeiten mit Leuten, die sich kein professionelles Design leisten können.

We work with people who cannot afford professional design.

3

Die Öffentliche Gestaltungsberatung ist kostenlos.

Public Design Support is provided free of charge.

4

Beratungssuchende sind AuftraggeberInnen mit Anspruch auf Unterstützung.

People seeking our advice are clients who are entitled to support.

5

Die Lösungen werden nicht für, sondern mit den KlientInnen entwickelt.

Solutions are developed with clients, not for them.

6

Die Öffentliche Gestaltungsberatung macht so wenig Design wie möglich.

Public Design Support does as little design as possible.

7

Am Anfang erforschen wir das Problem, Design oder gar Lösungen kommen später.

Our first action is to investigate the problem. Design and possible solutions come later.

8

Hinter offensichtlichen Problemen liegen oft verborgene, einzelne Probleme sind meist in einen Haufen anderer eingebunden.

The obvious problems often conceal hidden problems. Individual problems are usually closely bound up with lots of other ones.

9

Individuelle Hilfe ist wichtig, aber den erweiterten und strukturellen Kontext der Probleme zu betrachten ist meist notwendig.

Individual help is important, but that usually also means looking at the border, structural context.